Begründung von veganer Ethik

Diskussionen pro & contra

Beitragvon pünktchen.av am 12. Mär 2010 15:32

8-) ist doch einfach: cool, je nach kontext etwas oder man selbst.

skjoell hat geschrieben:es geht letztlich aber um Tiere wie z. B. Schweine, nicht um Amöben. Die Leidensfähigkeit von Schweinen dürfte relativ unstrittig sein. *optimistisch bin*


für veganer geht es ja z.b. auch um die leidensfähigkeit von insekten (honig) oder mollusken (muscheln). ob die leiden können, darüber kann man doch vielleicht unterschiedlicher meinung sein. und auch wenn ein tier wie ein schwein eindeutig leiden kann, ist noch nicht geklärt, ob es wann wie stark woran leidet. und zuletzt kann man das nicht isoliert betrachten (tier leidet = böse), sondern muss es mit den alternativen vergleichen (leidet es mehr oder weniger?). schliesslich stellt sich die grundsätzliche frage, wieso dauernd auf leiden abgestellt wird und nie auf glück.

das alles kann man sich aber sparen, wenn man nicht utilitaristisch argumentiert, sondern irgendwelche anderen maßstäbe hat. princessfuture brachte z.b. die "tierwürde" ins spiel, was auch immer das genau sein soll.

skjoell hat geschrieben:noch weit schmerzloser ist's freilich, überhaupt nicht erst um die Ecke gebracht zu werden. Zugegebenermaßen hätte das Tier dann nicht das herrliche Leben bei menschlichen Bauern genossen.


sterben müssen wir alle und vor allem in der natur geht das selten schmerzarm ab. ob es besser ist, gar nicht existiert zu haben, finde ich bei nutztieren auch nicht generell so klar.
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Beitragvon Akayi am 12. Mär 2010 15:43

pünktchen.av hat geschrieben:8-) ist doch einfach: cool, je nach kontext etwas oder man selbst.

Ja, in den meisten Fällen unverständlich. Bestenfalls noch inflationär.
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Beitragvon skjoell am 12. Mär 2010 19:29

pünktchen.av hat geschrieben:
skjoell hat geschrieben:es geht letztlich aber um Tiere wie z. B. Schweine, nicht um Amöben. Die Leidensfähigkeit von Schweinen dürfte relativ unstrittig sein. *optimistisch bin*

für veganer geht es ja z.b. auch um die leidensfähigkeit von insekten (honig) oder mollusken (muscheln). ob die leiden können, darüber kann man doch vielleicht unterschiedlicher meinung sein.

kann man, ist aber hierbei egal. Denn bei den von kiara favorisierten "ordentlichen Schlachtungen" ging es naheliegenderweise ja nie um Weichtiere aus dem norddeutschen Watt, sondern um Schlachttiere, also beispielsweise um "Schweine".
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Beitragvon pünktchen.av am 12. Mär 2010 20:01

mach halt einen schweinschlachtethread auf, wenn du unbedingt darüber diskutieren willst. thema hier ist: "Begründung von veganer Ethik" - und die sollte schon ein paar verallgemeinerungsfähige regeln enthalten und nicht nur aussagen zur schlachtung von schweinen. die regeln kann man natürlich anhand von beispielen diskutieren, kiaras beispiel waren allerdings hühner und nicht schweine. ich hab aber auch was zu schweinen gesagt:

und auch wenn ein tier wie ein schwein eindeutig leiden kann, ist noch nicht geklärt, ob es wann wie stark woran leidet. und zuletzt kann man das nicht isoliert betrachten (tier leidet = böse), sondern muss es mit den alternativen vergleichen (leidet es mehr oder weniger?). schliesslich stellt sich die grundsätzliche frage, wieso dauernd auf leiden abgestellt wird und nie auf glück.


nur bin ich nicht gerade als vertreter einer veganen ethik bekannt. ^^
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Gut und Boese - Ethik

Beitragvon DMT am 12. Mär 2010 23:14

Mit der Beantwortung dieser Frage und der Eroerterung der "veganen Ethik", welche nichtmal genau definiert ist , kann man Jahre verbringen.

Das ganze "gut" und "boese" darf meiner Meinung nach auch nicht von religioesen Hintergrundmanipulationen abhaengen sondern muss belegte sachliche Gruende haben. Grundlegend ist auch die Frage ob ich mir durch vegane Lebensweise ein reines Gewissen verschaffen moechte oder nur an der Situartion der Tiere etwas aendern moechte oder beides....

Anstelle durch "Aufzwirbeln" den Faden zu verlieren sollte man hier mal das ganze Bild im Auge behalten. Sprich: in erste Linie geht es darum den Markt durch Konsumverhalten zu beeinflussen. Fliesst kein Geld mehr in die Tierproduktion wird sie reduziert, dann eventuell ganz aufgegeben. Ob man zB mal einen selbstgefangenen Fisch isst oder nicht ändert nichts an der Tatsache dass die Meere überfischt werden. KAUFE ich jedoch keinen Fisch (und überzeuge sogar evtl. auch andere dies nicht zu tun) beeinflusse ich den Markt.

Ich kam in dieses Forum ueber das Thema "Reiten - vegan?" und meine Meinung dazu passt auch hier dazu:
Es geht nicht darum ob Reiten vegan ist oder nicht, ob es ok ist dass Lieschen ein Pferd hat oder nicht! Wer an der Gesamtsituation der Pferde in Zukunft etwas aendern moechte muss den Kapitalfluss in dieser Branche beeinflussen. Wenn sich mit Gnadenhoefen Geld machen laesst und mit Leistungssport nicht mehr .... gibt es bald mehr Gnadenhoefe und weniger Turniere!

Es gibt enorm viele "ethische Zwickmuehlen" , zB ob ich der beschlagnahmten Schlange im Tierheim lieber eine Maus verfuettere oder die Schlange verhungern lasse.... aber darueber zu philosophieren haben wir bei den riesigen globalen Problemen eigentlich keine Zeit.
"Vegane" Lebensweise (wie auch immer man dies nun definiert) - sagen wir mal weitgehend vegane Lebensweise - ist eine oekologische Notwendigkeit bei der derzeitigen Menschenmasse auf unserem Planeten. Somit ist vegan auch Eigennutz.

Meine persoenliche Meinung ist es dass es darum gehen sollte mit dem verbreiten einer veganen Lebensweise das massenhafte industrielle Tierleid zu bekaempfen (Tierfabriken, Tiertransporte, Pelzfarmen usw).
HAHA: Und wer jetzt denkt das liesse sich mit "Biotierhaltung" auch erreichen - nein leider nicht, denn der Bedarf ist viel zu gross um alle mit Biotier zu versorgen. Ausserdem bleiben viele grosse oekologische und tierschutzrelevante Probleme auch bei dieser Art der "Tierproduktion" erhalten.

Ich sehe Veganismus eher als eine Notwendigkeit als eine Lebenseinstellung, denn nicht jeder Nichtveganer ist automatisch
ein Tierquaeler. Man koennte theoretisch auch nichtvegan ohne Tierquaelerei leben, aber nicht in unserem Gesellschaftsystem so wie es ist.

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Beitragvon Akayi am 13. Mär 2010 02:56

Anstelle durch "Aufzwirbeln" den Faden zu verlieren sollte man hier mal das ganze Bild im Auge behalten. Sprich: in erste Linie geht es darum den Markt durch Konsumverhalten zu beeinflussen. Fliesst kein Geld mehr in die Tierproduktion wird sie reduziert, dann eventuell ganz aufgegeben.

Ja, genau. Sowas kommt dabei herum wenn man sich keine Gedanken macht. Bitte nochmal darüber nachdenken ob der Markt ein Instrument deiner Bedürfnisbefriedigung ist. Dann darüber reden "das ganze Bild im Auge zu behalten"..
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Beitragvon pünktchen.av am 13. Mär 2010 10:20

Meine persoenliche Meinung ist es dass es darum gehen sollte mit dem verbreiten einer veganen Lebensweise das massenhafte industrielle Tierleid zu bekaempfen


wäre da klassischer tierschutz nicht erfolgversprechender?

Man koennte theoretisch auch nichtvegan ohne Tierquaelerei leben, aber nicht in unserem Gesellschaftsystem so wie es ist.


geht dass den, wenn man vegan lebt?
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Beitragvon skjoell am 13. Mär 2010 14:36

Anstelle durch "Aufzwirbeln" den Faden zu verlieren sollte man hier mal das ganze Bild im Auge behalten.

so ist es. ;-) Darum finde ich kiaras Lieblingsthema auch so sinnvoll. Das "Problem" ist, einigen Leuten geht es bei ihren Aktivitäten in Veganerforen eben um nichts anderes als um das "Aufzwirbeln", wie Du es nennst. Falls man auf diese Weise irgendwo einen vermeintlichen Logikfehler entdeckt, verschafft das offenbar Befriedigung.

pünktchen.av hat geschrieben:
Man koennte theoretisch auch nichtvegan ohne Tierquaelerei leben, aber nicht in unserem Gesellschaftsystem so wie es ist.

geht dass den, wenn man vegan lebt?

das geht zumindest dann, wenn einem als Alternative nicht nur eine vorindustrielle Gesellschaft in den Sinn kommt
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Beitragvon pünktchen.av am 13. Mär 2010 15:48

skjoell hat geschrieben:
Anstelle durch "Aufzwirbeln" den Faden zu verlieren sollte man hier mal das ganze Bild im Auge behalten.

so ist es. ;-) Darum finde ich kiaras Lieblingsthema auch so sinnvoll.


was ist denn nun deines erachtens "das ganze bild"?

skjoell hat geschrieben:Das "Problem" ist, einigen Leuten geht es bei ihren Aktivitäten in Veganerforen eben um nichts anderes als um das "Aufzwirbeln", wie Du es nennst. Falls man auf diese Weise irgendwo einen vermeintlichen Logikfehler entdeckt, verschafft das offenbar Befriedigung.


sorry, aber: sektenmentalität.

skjoell hat geschrieben:
pünktchen.av hat geschrieben:
Man koennte theoretisch auch nichtvegan ohne Tierquaelerei leben, aber nicht in unserem Gesellschaftsystem so wie es ist.

geht dass den, wenn man vegan lebt?

das geht zumindest dann, wenn einem als Alternative nicht nur eine vorindustrielle Gesellschaft in den Sinn kommt


:?: meine frage ist: kann man in unserem gesellschaftsystem ohne tierquälerei oder besser tierleid zu verursachen leben, wenn man vegan lebt?
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Beitragvon PrincessFuture am 13. Mär 2010 18:42

skjoell hat geschrieben:
Anstelle durch "Aufzwirbeln" den Faden zu verlieren sollte man hier mal das ganze Bild im Auge behalten.

so ist es. ;-) Darum finde ich kiaras Lieblingsthema auch so sinnvoll. Das "Problem" ist, einigen Leuten geht es bei ihren Aktivitäten in Veganerforen eben um nichts anderes als um das "Aufzwirbeln", wie Du es nennst. Falls man auf diese Weise irgendwo einen vermeintlichen Logikfehler entdeckt, verschafft das offenbar Befriedigung.


Ja, solche Kandidaten haben wir hier mehrere. Sicher ein wesentlicher Grund, dass ich solchen Diskussionen oft nur als "Drüberwegleser" beiwohne.
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