Veganismus vs. Kommunismus

Diskussionen pro & contra

Veganismus vs. Kommunismus

Beitragvon PAL am 26. Jul 2010 11:41

der Autor hat doch nur scheiße im Kopf :flenn: :
----
http://de.indymedia.org/2002/11/32966.shtml
---------------------

Fleisch essen? Ist doch nicht nötig!
Tiere? Haben auch ein Recht auf Leben!
Auschwitz im Schlachthof? Ist nicht richtig!
Der Veganismus, eine häßliche Ideologie? Übertrieben!

Dass dies aber nicht übertrieben ist, sondern der Tradition und der Praxis
des Veganismus entspricht, und sogar konterrevolutionär ist, wird in dem unten
aufgeführten Text nachgewiesen.
Veganismus (1) vs. Kommunismus

Jeder Mensch sollte essen dürfen, was er will, daher interessiert es auch
nicht, wenn sich zumeist junge, gerade die Pubertät hinter sich lassende,
Menschen dazu entscheiden, aus Mitleid keine tierischen Produkte mehr zu
verköstigen. Eine einfache Abmachung, ihr kocht was ihr wollt und wir essen was wir
wollen, würde genügen. Veganismus sollte Privatsache sein. Doch diese Abmachung
können Veganer nicht einhalten. Mit unglaublicher Penetranz wird missioniert
und angeklagt.
"Veganer heiliger Krieg" und "vegan oder tot" war die Drohung der
Dschihadisten der "Veganen Miliz Essen" 1992 an alle die, die sich nicht an die
heiligen Regeln der Tierbefreier- Tugendpartei halten wollten. Dass man solcherlei
Verblödung einfach rechts liegen lässt und Leuten, die nichts Besseres mit
ihrem Langweilerleben anzufangen wissen als auszurechnen, wie man sich ohne
tierische Produkte ernähren kann, ohne unter Mangelerscheinungen zu leiden, das
Gespräch über diesen Unsinn verweigert, wäre eine schöne Vorstellung. Nur
dann dürfte man keinen Fuß mehr in linke Zentren und auf linke Demonstrationen
setzten. Das letztere wäre erträglich, doch da es immer mal wieder Anlässe
gibt, bei denen sich ein Besuch des Druckluft in Oberhausen oder des AZ in
Mühlheim lohnt, ist es mit Ignorieren allein nicht getan. Zumindest dann nicht,
wenn man aus den unten aufgeführten Gründen sich dem verlangten Verzicht in der
"linken Öffentlichkeit" nicht beugen will.
Denn dass man besser nicht mit einer Bockwurst auf einer Antifa-Demo
erscheint, musste vor einiger Zeit ein Antifaschist aus Duisburg erfahren, als ihn
ein Tugendkommando von fünf Mann unter Führung eines einen asiatischen
Kampfnamen tragenden jungen Autonomen unter Gewaltandrohung dazu aufforderte, sein
Mördergeschäft (die Wurst) doch wo anders zu erledigen. Auch an dem,
mittlerweile zum Glück eingestellten, linksradikalen Kneipenabend "Automatentreff -
rauchfrei-fleischfrei" sollte man es besser nicht wagen, mit seiner Bockwurst
zu erscheinen ohne eine Schlägerei zu riskieren. Es handelt sich dabei nicht
um Einzelfälle, sondern um ein anscheinend allgemeingültiges, da von allen
akzeptiertes Gesetz in der Linken, welches besagt: Fleisch essen ist Mord, und
daher ist es jedem verboten, diese unmoralische Tat in Räumen, die im
Machtbereich der Tugendwärter liegen, zu begehen.
Aber der Veganismus ist keine Selbstverständlichkeit, die schon immer in der
Linken praktiziert wurde und das aus gutem Grund. Denn zum einen handelte es
sich bis zum Scheitern der Neuen Linken in den Siebzigern beim Tier- und
Umweltschutz um ein Konzept, welches nur von Konservativen und Faschisten
vertreten wurde und zum anderen stand die Befreiung des Menschen und nicht die des
Tieres bis dato auf der Tagesordnung.

Die Tradition der Öko- und Tierschutzbewegung in Deutschland

"Sie turnen herum, als seien sie die ersten auf der Welt, die Erfahrungen
machen, alle Erkenntnisse sind brandneu - ihnen ungewohnte Begriffe nehmen sie
mit einem Gestus dessen in den Mund, der sie glaubt erfunden zu haben."
(Schmid 1983)
Doch der Veganismus und der Naturschutz stehen in einer eindeutigen
Tradition, die zwar von den heutigen Veganern verdrängt und geleugnet wird, aber
deren Fortleben in der modernen veganen Ideologie vorhanden ist und die es
nachzuweisen gilt. So setzt die vegane Bewegung u.a. alles daran, nicht in einen
Zusammenhang mit Adolf Hitler zu geraten und leugnet teilweise sogar seinen
Vegetarismus. Als der Bahamas-Redakteur Uli Krug auf einer Veranstaltung Hitler
als Veganer und Nichtraucher bezeichnete, argumentierten
antideutsche-vegan-Genossen aus NRW, dass dies doch völlig unerheblich und gleichbedeutend damit
sei, dass Hitler auch Hosenträger benutzte.
Dass der Vegtarismus keineswegs eine unerhebliche Rolle in der deutschen
Geschichte spielt und auch dem industriellen Massenmord, dem Holocaust, nicht im
Wege stand, sondern ganz im Gegenteil diesem entgegen schritt wird
deutlich, wenn man sich seine Geschichte anschaut.
Die erste wirkliche Naturschutzbewegung entstand im Deutschen Reich. Geprägt
war diese von einer antimodernistischen Zivilisationsfeindschaft und
völkischer Propaganda. Vor allem die Kritik an der Landflucht, der zunehmenden Größe
der Städte und das Ideal des "ewigen Bauers", der eingebunden in die
dörfliche Struktur und im Einklang mit der Natur sein Lebensunterhalt als
Selbstversorger organisiert, lässt sich in der Ideologie der Subsistenzwirtschaft auch
der heutigen Veganer wiederfinden. (s.u. Kath Clemens)
Ebenfalls im wilhelmischen Deutschland entstand die Lebensreformbewegung,
die neben der geforderten "Rassenhygiene" und der obligatorischen
Zivilisationsfeindschaft auch andere, mit dem modernen Veganismus vergleichbare
Zielsetzungen hatte. Sie vertrat vor allem, und da ist sie den Veganern von heute ein
Vorbild, den Standpunkt, dass man nicht auf eine andere Gesellschaft warten
dürfe, sondern bereits in der Gegenwart "lebendige Vorbilder" darzustellen und
so natürlich wie möglich zu leben habe. Neben dem Vegetarismus gehörte auch
die Reformernährung, aus der dann später die heutigen Reformhäuser entstanden,
zu den zukunftsfähigen Errungenschaften der Ökofaschisten.

Wagner und das Tier

"Der gräßliche Schrei eines Tieres, und das klägliche, schwächere Jammern
während der Bewältigung, drang mit Entsetzen in meine Seele-...- Es ist
scheußlich, auf welchem bodenlosen Abgrund des grausamen Elends unser, im ganzen
genommen, doch immer genußsüchtiges Dasein sich stützt." Dies hört sich ganz
nach den linken Tugendwächtern der Vegan- oder der Antiglobalisierungsbewegung
an, die den Verzicht und das Natürliche dem genußsüchtigen und
verschwenderischen Dasein der westlichen Welt entgegen halten wollen. Doch es ist Richard
Wagner, von dem dieses Zitat stammt und der im gleichen Text zu der
Schlussfolgerung kommt, dass er "im Grunde genommen mit Menschen weniger Mitleid als
mit Tieren" hat.
In seiner Schrift "Religion und Kunst" entfaltet er die Ansicht, dass der
Konsum von Tierfleisch den Untergang der Menschheit bedeute. Die Menschen
hätten vor der Zeit des Fleischessens friedlich in den Hochebenen Asiens gelebt.
Doch dann wurde der "arische Vegetarismus" durch ein anderes Prinzip
verdrängt. Der "verbotene Genuß von Thierfleich" begründe sich nach Wagner in dem
Umstand, "daß der Judengott das fette Lammopfer Abel`s schmackhafter fand als das
Feldfruchtopfer Kain`s".
Tiere sind für Wagner mindestens dem Menschen gleich, da in ihnen "das
gleiche atme". Doch der Mensch habe sich von der "Natur" entfernt und sei durch
das Judentum in einen barbarischen Zustand des Fleischkonsums versetzt worden.
Da Tiere und Menschen sich nicht unterscheiden, sei durch die Juden der
Kannibalismus eingeführt worden. Dem ganzen setzt er den "arischen Vegetarismus"
entgegen. "Der besondere Wesenszug, der bei Wagner mit dem Hass gegen die
Juden Hand in Hand zu gehen scheint, ist also die Liebe zu den Tieren." (Leon
Poliakov) Nicht nur in diesem Punkt ist sein späterer vegetarischer Bewunderer
Adolf Hitler mit ihm einig.
Das jüdische Blut sei so mächtig, dass "selbst die Vermischung ihm nicht
schadet...immer kommt ein Jude wieder zu Tage." Auch klagt Wagner in seiner
Schrift "Erkenne dich Selbst" (1881) die Juden an, den "Teufelsspuk" - das Geld -
erfunden und damit eine schädlichen Überlegenheit erlangt zu haben.
Wagner verbindet die antisemitische Vorstellung, dass die Juden das Geld
erfunden hätten und "unreines Blut" besäßen mit der Sünde der Tötung von Tieren,
welche ebenfalls ein jüdisches Prinzip verkörpere.
"Ich halte die jüdische Rasse für den geborenen Feind der reinen Menschheit
und alles Edlen in ihr". Er sei der "letzte Deutsche, der sich gegen den
bereits alles beherrschenden Judaismus...aufrechtzuerhalten wußte." Nach ihm,
was er nicht wissen konnte, setzten die Deutschen unter Führung des Vegetariers
Hitler den antisemitischen Vernichtungswillen in die Tat um. Doch das sei,
so die antideutschen-vegan-Genossen alles eine Frage des persönlichen
Geschmackes gewesen.

Antisemitismus und der Veganismus von heute

In dem 1998 herausgegebenen Buch "Operation Tierbefreiung" wird die
Judenfrage ganz im Sinne der Deutschen, die bereits 1933 das antisemitische Gesetz
zum Schächtverbot einführten, diskutiert. Stolz werden hier nicht nur
ausgebrannte Fleischereifahrzeuge nach linksradikalen Krawallen in Hamburg
präsentiert, sondern auch die Wiedereinführung des NS-Gesetzes gefordert. "Das
Verfahren,...(gemeint das Schächten) entlarvt die Heuchelei besonders prinzipientreuer
Bevölkerungsschichten (gemeint sind die Juden) bestimmten Glaubens." Das
"Verhalten" sei "Heuchelei und Lüge, Rücksichtslosigkeit und Bequemlichkeit".
Dieses "Verhalten" (gemeint die Ausführung der jüdischen Religion) der
heuchlerischen "Bevölkerungsschichten", liefere "der autonomen Tierbefreiungsfront
neben anderen Rechtfertigungsgründen die Basis für eine noch konsequentere
Vorgehensweise" (S. 123). "Operation Tierbefreiung" scheint in deutscher
Tradition gleichbedeutend mit der Befreiung der Deutschen von den Juden zu sein.
Im gleichen, sich linksradikal ausgebenden Buch (an vermummten Kämpfern,
Sternen mit geballter Faust und Tatze wurde nicht gespart), wird ein Flugblatt
dokumentiert, welches "Feuer + Flammen für Tier-KZ's" fordert, weiterhin wird
ebenfalls im Autonomenjargon die Parole "Wandelt Wut in Widerstand"
verwendet. Trotz der immer wieder aufkommenden Kritik vieler "linker" Veganer an der
veganen Variante der Holocaustleugnung, zieht sich diese Tradition wie ein
brauner Faden durch die gesamte vegane Literatur. Fleischer seien nach Kath
Clemens Menschen, die "vielleicht vom Schlag jener (sind), die die Gaskammern
betrieben" (S. 84) im Bewußtsein der Veganer säße "das Wissen, daß die Tiere
jeden Tag ,Auschwitz' erleben" (S. 58). Die Auschwitzvergleiche seien aber nur
Provokation und sollen die Brutalität der industriellen Fleischproduktion
verdeutlichen. Da kann ich euch nur raten: Provoziert nicht mich, denn sonst
könnte ich mich hingerissen fühlen, die Methode von Woody Allen im Umgang mit
euch Arschlöchern anzuwenden. Und damit meine ich nicht den Witz. (2)

Die vegane Kritik am Kapitalismus spiegelt nur Verblödung und reaktionäre
Zivilisationsfeindschaft wider

Die etwas klügeren Veganer, also die antideutsch-vegan-Genossen, die ihr
Veganertum durch Kritik an dem zur Ware gewordenen Tier deutlich machen wollen,
liegen trotzdem vollkommen daneben. Es ist zwar richtig, dass das zur
Warenform gewordene Rind die kapitalistische Warenvergesellschaftung widerspiegelt,
aber dennoch zielt Marx auf einen anderen Zusammenhang als den, wonach "die
Rinder unter der Warenform leiden". Gemeint ist nämlich, dass die Warenform
"den Menschen die gesellschaftlichen Charaktere ihrer eigenen Arbeit als
gegenständliche Charaktere der Arbeitsprodukte selbst, als gesellschaftliche
Natureigenschaften dieser Dinge zurück spiegelt, daher auch das gesellschaftliche
Verhältnis der Produzenten zur Gesamtheit als ein außer ihnen existierendes
gesellschaftliches Verhältnis von Gegenständen" (MEW 23, 86) ist. Durch die
Warenform scheinen die menschlichen Produkte Macht über den Menschen zu erlangen
und es geht nicht darum, die Macht der Menschen über ihre Produkte, also
auch über die gezüchteten Tiere, zu kritisieren. Nicht die Rinder oder Schweine,
also die zur Warenform gewordene Objekte menschlicher Produktion, sondern
der Mensch ist das "entrechtete Wesen", welchem der kategorische Imperativ,
dass alle Verhältnisse so eingerichtet werden müssen, dass er, der Mensch, nicht
mehr ein geknechtetes Wesen ist, gilt.
Doch im großen und ganzen sei der "Hauptgrund für die Hinwendung zum
Veganismus die hoffnungslose Ernährungssituation in der Welt" (Clemens, 11)
Ausgehend von dem Gedanken, dass alle Menschen ernährt werden könnten sobald auf
veganes Essen umgestellt würde, wird die Theorie entwickelt, dass aufgrund der
Fleischproduktion unnötig viel Getreide produziert werde, welches den
Welthunger stillen könne, wenn es nicht zur Fleischproduktion genutzt würde. 10 kg
Tierfutter ergibt 1 kg Fleisch, dass bedeutet, es könnten 10 Menschen mehr, ohne
Hunger zu leiden, sich von Tierfutter ernähren als dass einer ein Steak
verdrückt. Guten Appetit. Schlußfolgerung daraus ist also, dass nicht das Staats-
und Kapitalverhältnis den Menschen in unwürdigen Zuständen leben lasse,
sondern allein der Fleischkonsum schuld an allen Übeln sei. Daher scheint es auch
eine Hauptbeschäftigung der veganen Ideologen zu sein, nachzuweisen, dass
alle tierischen Produkte durch vegane ersetzt werden können. Dazu werden
allerhand pseudo-wissenschaftliche Untersuchungen von irgendwelchen Professoren
herangezogen, die beweisen sollen, dass der Mensch eigentlich reiner
Pflanzenfresser sei, veganer Dünger produktiver als Gülle sei, Krebs eine Folge von
Fleischkonsum sei, dieser ebenfalls Ursache von Kriegen und Kriminalität ist
(Clemens 79) usw.. Alles läuft aber auf den religiösen Gedanken hinaus: Verzicht
auf Fleisch bedeutet die Rettung der Welt!
Dem "Welternähurungsproblem", den "Krankheiten der Zivilisation" und den
Kriegen stellt, stellvertretend für viele, Kath Clemens die Subsistenzwirtschaft
entgegen. Ausgehend von einer halluzinierten Vergangenheit, in der die
Menschen im Einklang miteinander, dem Planeten und den Tieren lebten (diesen
Urzustand ortet Clemens, wie auch Wagner, bei den Ariern in Asien) wird das Rad
der Geschichte zurückgedreht. Die "Einzäunungs"-Gesetze des 18. Jahrhunderts
in England und nicht etwa die "Nürnberger Gesetze" oder andere
Nazi-Paragraphen bezeichnet sie als "eine der grausamsten Gesetzgebungen der Geschichte"
(K.C. 29). Die durch die Einzäunungsgesetze bewirkte Privatisierung und
Einzäunung der Grundstücke nahm den kleinen Bauern die Möglichkeit, das Land für die
Holznutzung oder als Viehweide zu benutzen und zwang sie, als Landarbeiter
auf einem größeren Betrieb zu arbeiten. Die unmittelbare Folge dieser
Umstrukturierung war der Anstieg der landwirtschaftlichen Produktion und die
Landflucht. Dies ist haargenau das, was die Heimatschutzbewegung im Deutschen Reich
anklagte, wenn sie den "ewigen Bauer" durch den industriellen Fortschritt
bedroht sah.
Die Vorstellung einer mit der Mutterscholle verbundenen veganen
Bauernbevölkerung wird auch in der Utopie einer autarken Wirtschaft deutlich. Der
Welthunger wäre abgeschafft, wenn "in ausreichender Menge die traditionellen
Subsistenz-Feldfrüchte (angebaut würden), anstatt jener Arten, die auf dem
internationalen Markt Geld einbringen." "Würden alle Nationen in ihrer Ernährung
Autarkie anstreben, wäre dies eine solide Grundlage für dauerhaften Weltfrieden."
(Clemens 81) Dass aber das Modell einer autarken Wirtschaft, das der Neonazis
- wenn sie ein Wirtschaftsmodell vertreten dann dieses - ist und dass
solcher Unsinn an die Kräutergärten der Nationalsozialisten erinnert, die zum Teil
in KZs aus dem selben Grund, nämlich der Unabhängigkeit vom Weltmarkt,
betrieben wurden, fällt nicht ins Gewicht.
An anderer Stelle geht Clemens soweit, dass die Fähigkeit Feuer zu machen,
gemeint ist die Erhebung des Menschen aus den direkten Zwängen der Natur, also
die Voraussetzung jedweder menschlicher Emanzipation und der Beginn der
Geschichte der Menschheit überhaupt, sie "zu Killern" werden ließ. (79)
Das ewig wiederholte und mit unbelehrbarer Penetranz vorgetragene Argument,
dass Fleischgenuss doch überhaupt nicht notwendig, daher überflüssig sei, ist
konterrevolutionär. Dass nämlich die Überwindung der zwanghaften
Verbundenheit mit der Scholle doch gerade im Tausch der überflüssigen fremden Dinge, die
eben nicht lebensnotwendig waren, erlangt wurde, wird ignoriert. Und muss
man denn grundsätzlich nicht nur auf dem nicht eingelösten Versprechen der
bürgerlichen Gesellschaft nach Freiheit und persönlichem Glück, sondern vor allem
auch auf dem Überfluss und dem Versprechen von Reichtum beharren und dieses
revolutionär gegen eine Gesellschaftsordnung wenden, die diese Versprechen
nicht erfüllen kann, anstatt der möglichen Emanzipation in den Rücken zu fallen
und all dies als grundsätzlich unmöglich, moralisch verwerflich oder sogar
als - im Tierbefreierjargon - "faschistisch" zu denunzieren?


http://de.indymedia.org/2002/11/32966.shtml
Ich schäme mich Gedanken zu haben, die andere in Ihrer Würde verletzen könnten.
Bild
Benutzeravatar
PAL
 
Beiträge: 344
Registriert: 14.06.2010
Wohnort: der große Kosmos

Beitragvon illith am 26. Jul 2010 12:14

jaja, diese veganer!
:urgh:
seize life.
Benutzeravatar
illith
Predator
 
Beiträge: 9863
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Akayi am 26. Jul 2010 12:34

PAL hat geschrieben:der Autor hat doch nur scheiße im Kopf :flenn: :

Na, was jetzt? Hast du eine inhaltliche Kritik an dem Text oder ist der an sich so lesenswert, dass du ihn hier postest?
this is why we can't have nice things
Benutzeravatar
Akayi
XvegetarianX
 
Beiträge: 6045
Registriert: 09.02.2008

Re: Veganismus vs. Kommunismus

Beitragvon kiara am 15. Aug 2010 12:20

Ich würde mir auch eine präzisere Kritik wünschen, PAL. Außerdem wär's netter wenn man den Text kurz zusammenfasst, weil das Original können wir ja über den Link lesen.
Benutzeravatar
kiara
anti
 
Beiträge: 3129
Registriert: 10.03.2010

Beitragvon rosa am 24. Sep 2010 12:48

ich verstehe nicht, was der artikel hier soll. der text versucht anscheinden verbindungen zwischen vegetarismus und antisemitismus herzustellen und behauptet, dass hitler vegetarier war (was ich im übrigen für ein gerücht halte) wäre ganz bedeutend und bezeichnend für vegetarismus und nicht, so wie veganer/vegetarier auf einen solchen einwand hin immer behaupten, gleichzusetzen mit der nichtssagenden erkenntnis, hitler hätte auch hosenträger genutzt.
also, soweit habe ich gelesen und stelle fest, dass ich so was überhaupt nicht lesen will, da sich die argumentation, denke ich, irgendwie in ihrem anti-vegetarischem-wahn verrennt und ganz schön frgawürdige parallelen ziehen will, zwischen zwei sachen, die ich absolut nicht in verbindung miteinander bringen würde (nämlich antisemitismus und vegetarismus)
rosa
 
Beiträge: 17
Registriert: 23.09.2010

Re: Veganismus vs. Kommunismus

Beitragvon pünktchen.av am 24. Sep 2010 12:58

es wäre aber deiner bildung zuträglich. der vegetarismus hat seine wurzeln in deutschland in der lebensreformbewegung und die war eine regressive reaktion auf die bedrohliche moderne, ganz ähnlich wie der moderne antisemitismus, der dort deshalb auch grassierte. das bedeutet natürlich nicht, dass da ein zwingender zusammenhang besteht, aber es kann nicht schaden, sich mit dieser geschichte zu befassen und daraus stammende ideologische überreste mal auf den müllhaufen zu schmeissen. und hitlers vegetarismus zu leugnen ist einfach nur peinlich.
Zuletzt geändert von pünktchen.av am 24. Sep 2010 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
Sein Pferdestall war abgebrannt, als Konfuzius von der Audienz heimkehrte.
Er fragte: "Sind Menschen verletzt?"
Nach den Pferden fragte er nicht.

-> antivegan-blog <-
Benutzeravatar
pünktchen.av
Quoten-AVler
 
Beiträge: 1814
Registriert: 28.03.2008

Beitragvon rosa am 24. Sep 2010 13:07

ich lebe doch nicht vegan weil mich die geschichte des vegetarismus/veganismus interessiert sondern die aktuelle notwendigkeit. vor allem kann ich es nicht akzeptiern, dass jemand parallelen zwischen veganismus und antisemitismus zieht, da diese offensichtlich nicht bestehen (zumindest ist das für mich offensichtlich, da antisemitismus sich jeglicher menschenrechte entbehrt, währned veganismus für mich die zusammenfassung von tier- sowie menschenrechten darstellt)
ja, ach lass mich mal. ich mach mich gern mit meiner kritischen und hinterfragenden art lächerlich :D
rosa
 
Beiträge: 17
Registriert: 23.09.2010

Beitragvon pünktchen.av am 24. Sep 2010 14:44

du hältst es für "kritisch und hinterfragend", die geschichte zu leugnen? interessante definition.

der text zieht nicht einfach parallelen zwischen veganismus und antisemitismus, sondern zeigt zunächst auf, dass es in der vegetarischen bewegung historisch viele antisemitische einflüsse gab. und dann, wo er bei linksradiakel antispezen wohl anfang der 90er (der text ist asbach) problematische anleihen sieht

- anti schächtkampagnen (schon die ersten schächtverbote im 19jh waren ergebnis antisemitischer mbolisierung)
- kz-vergleiche und sonstige holocaustvergleiche

zutiefst reaktionär ist auch die utopie einer rückkehr zu subsistenzwirtschaft, in der fröhliche kleinbauern ungestört von den bösen kapitalisten singend ihre felder bestellen und alle genug zu essen haben. solche halluzinationen sind schwachsinn und ignorieren völlig, in welche bitterer armut der übergroße teil der menschheit die allerlängste zeit der geschichte gelebt hat und dass es für einen sehr grossen immer noch gilt - dank der tollen subsistenzwirtschaft.

und kath clemens, deren büchlein lange so eine art bibel der deutschen veganer zu sein schien, hat anscheinend sogar was gegen die hegung des feuers durch den menschen. solchen krassen primitivismus kann man durchaus faschistisch nennen.

dein argument dafür, dich nicht mit der kritik auseinandersetzen zu wollen, ist kurz gesagt, dass du doch zu den guten gehörst. bestechend. versuch dir vielleicht mal eins klarzumachen: auch die übelsten antisemiten halten sich für die guten und die anderen (also besonders die juden) für die bösen. das sind keine kategorien, welche die kritische analyse des eigenen denkens ersetzen können.

ein veganismus, der wie du meinst, tier- und menschenrechte zusammenfasst, sollte erstens die juden und sonstige minderheiten in ruhe lassen und zweitens seinen frieden mit der zivilisation schliessen. ohne die bedeuten vegane menschenrechte nämlich nur das recht der menschen darauf, elend zu verrecken.
Sein Pferdestall war abgebrannt, als Konfuzius von der Audienz heimkehrte.
Er fragte: "Sind Menschen verletzt?"
Nach den Pferden fragte er nicht.

-> antivegan-blog <-
Benutzeravatar
pünktchen.av
Quoten-AVler
 
Beiträge: 1814
Registriert: 28.03.2008

Beitragvon Akayi am 24. Sep 2010 19:17

pünktchen.av hat geschrieben:solche halluzinationen sind schwachsinn und ignorieren völlig, in welche bitterer armut der übergroße teil der menschheit die allerlängste zeit der geschichte gelebt hat und dass es für einen sehr grossen immer noch gilt - dank der tollen subsistenzwirtschaft.

Noch so eine Antifanten Analyse... Als ob (als ob!) der Hunger in der Welt seine Ursache darin hat, dass irgendwer Subsistenzwirtschaft betreibt.
this is why we can't have nice things
Benutzeravatar
Akayi
XvegetarianX
 
Beiträge: 6045
Registriert: 09.02.2008

Beitragvon pünktchen.av am 24. Sep 2010 19:29

antifanten - reicht das schon, um dich jetzt als rechten einzuordnen? :P

deine analyse geht an dem von mir geschriebenen sowie am text den ich versucht hab zusammenzufassen vorbei. die kritik geht nicht an diejenigen, die auf subsistenzniveau leben müssen, sondern an diejenigen, welche das als für alle anzustrebende zustand ansehen. das ist tatsächlich der blanke hohn.

aber gut: füg "unter anderem" ein.
Sein Pferdestall war abgebrannt, als Konfuzius von der Audienz heimkehrte.
Er fragte: "Sind Menschen verletzt?"
Nach den Pferden fragte er nicht.

-> antivegan-blog <-
Benutzeravatar
pünktchen.av
Quoten-AVler
 
Beiträge: 1814
Registriert: 28.03.2008

Nächste

Zurück zu Tierrecht & Antispe

Wer ist online?

Mitglieder: Google [Bot], Ramsdahl1909