v-revolution

Diskussionen pro & contra

Beitragvon kiara am 24. Jun 2010 11:50

PAL hat geschrieben:Die vegane Revolution wird nicht von heute auf morgen kommen (aber sie wird kommen!!!!), d. h. wir haben genug Zeit um uns um solche Probleme zu kümmern. Im Moment haben wir andere Probleme, wie Massentierhaltung und pädhophile Pfarrer.


Ich glaube, in 100 Jahren sind die Menschen eventuell ähnlich fassungslos über unsere derzeitigen Tiermisshandlungen wie wir es heute über damalige Frauenrechte sind.

Und ich stimme dir gewissermaßen zu: bei Tieren, deren Leidensfähigkeit unbestritten ist, beispielsweise neurologisch weit entwickelte Säugetiere, ist Engagement einfacher (größerer Konsens) und evtl sinnvoller (mehr vermiedenes Leid).
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Beitragvon Akayi am 24. Jun 2010 14:06

Das ist historisch betrachtet doch eher unwahrscheinlich. Schau doch einfach, wie viel Zeit davor vergangen ist und v.a. was die Umstände waren die zu der Veränderung geführt haben. Das war ja kein Prozess bei dem die Leute einfach so auf die Idee kamen, dass Frauen auch bzw. überhaubt Menschenrechte zugestanden bekommen sollten.
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Re: v-revolution

Beitragvon kiara am 24. Jun 2010 14:15

naja, bezüglich Tieren hat sich auch schon einiges verändert.

Hab letztens ein historisches Kinderbuch gelesen, in dem das Kind zu einer Nachbarin gegangen ist, obwohl weil sie war auch so alt und allein und garstig zu allen war und einen "bösen Hund" hatte, und das Kind war trotzdem so menschenfreundlich und so lieb, um sie zu besuchen, und da war die Nachbarin tatsächlich nett und sie haben sich gut verstanden. Und dann hat der "böse" Hund das Kind aber gebissen, und das Kind durfte nicht mehr zu der Nachbarin.
Dann hat die Nachbarin den Hund einschläfern lassen und das Kind durfte wieder hin. Das Einschläfern wurde so dargestellt, als sei das toll, dass die Nachbarin ihre Bösartigkeit abgelegt hat und "endlich der böse Hund tot ist".

Da ist mir auch aufgefallen, dass sowas heute in einem Kinderbuch nie und nimmer durchginge. Die Kinder würden empört sein (zu Recht).

Das Bewusstsein, dass Tieren Rechte und Schutz zugestanden werden sollte, ist ja nicht neu, sondern gewinnt langsam richtig an Fahrt - so wie vor 100 Jahren die Frauenbewegung.
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Beitragvon Akayi am 24. Jun 2010 14:22

kiara hat geschrieben:naja, bezüglich Tieren hat sich auch schon einiges verändert.

Stimmt, flächendeckende Massentierhaltung hat sich allgemein durchgesetzt.

kiara hat geschrieben:Das Bewusstsein, dass Tieren Rechte und Schutz zugestanden werden sollte, ist ja nicht neu, sondern gewinnt langsam richtig an Fahrt - so wie vor 100 Jahren die Frauenbewegung.

Du betrachtest das einfach als idealistischen Prozess.Wenn sich bei dir die ganze Geschichte nur als Gedankenspiel äußert dann brauchst du die Zunahme von Fleisch- und Milchkonsum weltweit gar nicht mehr zu betrachten. Deswegen kommst du zu diesen Fehlurteilen.
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Beitragvon kiara am 24. Jun 2010 14:28

Akayi hat geschrieben:
kiara hat geschrieben:naja, bezüglich Tieren hat sich auch schon einiges verändert.
Stimmt, flächendeckende Massentierhaltung hat sich allgemein durchgesetzt.
Trotzdem kann sich die Mentalität verändert haben. Dass dennoch sich Massentierhaltung durchsetzt, liegt an anderen Gründen als an der sich verändernden Mentalität. Aber das geht hierzulande auch langsam bergab - mehr Leute kaufen Bio-Fleisch oder verzichten ganz auf Fleisch.

Akayi hat geschrieben:
kiara hat geschrieben:Das Bewusstsein, dass Tieren Rechte und Schutz zugestanden werden sollte, ist ja nicht neu, sondern gewinnt langsam richtig an Fahrt - so wie vor 100 Jahren die Frauenbewegung.
Du betrachtest das einfach als idealistischen Prozess.Wenn sich bei dir die ganze Geschichte nur als Gedankenspiel äußert dann brauchst du die Zunahme von Fleisch- und Milchkonsum weltweit gar nicht mehr zu betrachten. Deswegen kommst du zu diesen Fehlurteilen.
Ich verstehe nicht ganz, was du mit Gedankenspiel meinst?
Weltweit nimmt sie derzeit zu, doch in den wirtschaftlich entwickelten Ländern zeigt sich immer deutlicher der Trend zur Abnahme von Fleisch- und Milchkonsum.
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Beitragvon Akayi am 24. Jun 2010 14:44

kiara hat geschrieben:Trotzdem kann sich die Mentalität verändert haben. Dass dennoch sich Massentierhaltung durchsetzt, liegt an anderen Gründen als an der sich verändernden Mentalität. Aber das geht hierzulande auch langsam bergab - mehr Leute kaufen Bio-Fleisch oder verzichten ganz auf Fleisch.

Nein, offensichtlich hat sich nicht sonderlich viel verändert. Dass heute mehr Biofleisch gegessenw ird als früher hat auch damit zu tun, dass es früher gar kein Biofleisch gab. Und es geht nicht "langsam bergab", sondern minimal in den USA nimmt der Konsum dagegen zu. Was du hier darlegst sind bloße Spekulationen und weil du das ganze nur idealistisch erfasst ignorierst du die reale Entwicklung und schaust die andere Faktoren, wie z.B. demografische Entwicklung oder Einkommen etc. gar nicht mehr an. Dann wird auch dein Fokus auf Mentalität zur Farce, weil du eine Mentalitätsänderung festzustellen meinst, obwohl sich Massentierhaltung durchsetzt.

Mit "Gedankenspiel" meine ich, dass du zu meinen scheinst irgendwelche Ideen seien Träger und Schubkraft der Geschichte. Also dass da irgendwer auf den Trichter kommt Frauen odr Tiere bräuchten Rechte und dann denken das immer mehr und das ist dann für dich Geschichte. Und so erklärst du dir dann auch die bisherige Geschichte und stellst dir dann vor, das geht immer so weiter. Ein kluger Gedanke jagt den nächsten und wenn wir nur alle brav was tolles denken verändert sich die Welt um uns.

Akayi hat geschrieben:Weltweit nimmt sie derzeit zu, doch in den wirtschaftlich entwickelten Ländern zeigt sich immer deutlicher der Trend zur Abnahme von Fleisch- und Milchkonsum.

Das ist erstens einfach falsch (siehe z.B. Nordamerika, UK) und zweitens bleibt deine Folgerung, dass das was mit einem Mentalitätswandel zu tun haben soll vollkommen aus der Luft gegriffen. In Zentraleuropa fällt der Rückgang ganz massiv mit der Auslösung des RGW und dem Sturz der ganzen sozialistischen Staaten zusammen. Die wurden nach 1990 einfach nicht mehr in dem Maße mit Fleisch versorgt wie zuvor.
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Re: v-revolution

Beitragvon kiara am 24. Jun 2010 14:45

ja, die welt ist halt pöse pöse und übermorgen kommt die nächste katastrophe *gähn
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Beitragvon Akayi am 24. Jun 2010 14:52

kiara hat geschrieben:ja, die welt ist halt pöse pöse und übermorgen kommt die nächste katastrophe *gähn

Wie bitte? Abgesehen davon, dass dein flotter Spruch natürlich in Anbetracht der Katastrophe im Golf von Mexiko ekelerregend zynisch ist.
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Re: v-revolution

Beitragvon kiara am 24. Jun 2010 14:55

Boah, ich bin so eklig! *bäh* :laugh:

Ich kann nix an der ölkatastrophe ändern - was bringt das, wenn ich mich drüber aufrege? Ich spare meine Energie für sachen, wo ich aktiv etwas ändern kann.

btw, kennst du Dieter Nuhr: "Nuhr die Ruhe"?


...kann sich eigentlich irgendwer ans Ozonloch erinnern? Das schließt sich längst wieder. Aber das interessiert natürlich keinen, das ist ja eine positive Nachricht!! *schluck*
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Re: v-revolution

Beitragvon pünktchen.av am 24. Jun 2010 15:00

dein vergleich ist unfug: frauen haben sich organisiert und gleichberechtigung erkämpft. ich bezweifle doch sehr, ob tiere das in absehbarer zeit tun werden. also sag bescheid, wenn du was von einer tierbewegung mitbekommst.

und das ozonloch schrumpft nicht, weil viele leute ein schlechtes gewissen hatten und ihr verhalten geändert haben, sondern weil fckw verboten wurden, um den menschen den arsch zu retten. ähnlich handfeste interessen, die für tierrechte sprechen würden, sehe ich nicht.
Sein Pferdestall war abgebrannt, als Konfuzius von der Audienz heimkehrte.
Er fragte: "Sind Menschen verletzt?"
Nach den Pferden fragte er nicht.

-> antivegan-blog <-
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