ja, das ist natürlich zu begrüssen, auch wenn vampy das wohl für undemokratisch hält.
Akayi hat geschrieben: Im Grunde war die Abgrenzung ja nichts anderes als weitere Spaltungsversuche von Seiten der antiveganen fünften Kolonne!
Akayi hat geschrieben: Abgesehen das für viele Nazis Gewalt an sich schon funktional sein mag, wissen die durchaus, dass sie da nichts "gutes" machen. Wenn es allerdings darum geht, den Feinden der Nation zu schaden, dann wird das halt in Kauf genommen.
Akayi hat geschrieben: Mit einem dichotomischen Gut/Böse Weltbild hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Die stehen ja nicht primär abstrakt für "das Gute" oder gegen "das Böse" ein, sondern verteidigen ganz konkret ihre Vorstellung von Nation.
Akayi hat geschrieben: Ansonsten meine ich diese "apersonale herrschaftsform", in der "keine 'herrschenden' ausgemacht werden können" (denn es handelt sich ja vermutlich nicht um ein - eigentlich angebrachtes - Eingeständnis des eigenen Unvermögens).
Da die Neonazis aus Thüringen ihre vorgegaukelte „Tierliebe“ mit verkürzter „Kapitalismuskritik“ verbinden, wollen wir hier einen kurzen und kleinen Einblick geben. Ob nun Pierre-Joseph Proudhon, Silvio Gesell oder die Nationalsozialisten Gottfried Feder und Otto Strasser, alle haben mindestens eins gemein, nämlich dass sie den Kapitalismus mit der verkürzten „Kapitalismuskritik“ erklären wollen. Dabei trennen sie die Zirkulationssphäre von der Produktionssphäre ab, welche eigentlich einen Einheit bilden. Dadurch entsteht das Bild des schlechten unproduktiven und raffenden Kapitals, sowie des guten produktiven und schaffenden Kapitals. Durch diese Unterscheidung wird der Kapitalismus auf die Zirkulationsphäre reduziert und nur noch als „Verteilungsproblem“ wahrgenommen. Die Produktionsverhältnisse sowie der Besitz an Produktionsmitteln wird in der verkürzten „Kapitalismuskritik“ nicht oder kaum betrachtet. Das raffende Kapital bzw. die kritisierte Sphäre der Zirkulation wurde dabei immer wieder mit den Judentum in Verbindung gebracht, auch taucht das Wort "jüdischer Nicht-Arbeit" häufig auf. Ein Einfallstor für modernen Antisemitismus ist geöffnet.
Entgegen der analytischen Kritik eines Karl Marx wird in der verkürzten „Kapitalismuskritik“, der Kapitalismus personifiziert. Da es sich aber beim Kapitalismus um eine warenvermittelte und somit apersonale[5] „Herrschaftsform“ handelt, können also keine „Herrschenden“ ausgemacht werden, da sie de facto nicht existieren. Diejenigen die den Kapitalismus fälschlicherweise personifizieren, schließen daraus, dass sich die „Herrschenden“ einfach nur gut verstecken und tarnen. Das Grundgerüst für abstruse Weltverschwörungen ist somit erbaut.[6] Durch die Personifizierung und letztendlich auch die Personalisierung des Kapitalismus ergeben sich weitere Probleme. Es wird nicht mehr das ganze System kritisiert, stattdessen werden Einzelne als schuldig ausgemacht.[7] Danach müsste nicht der Kapitalismus bekämpft an sich werden, sondern vielmehr nur die „bösen“ KapitalistInnen. Dies geschieht indem sich die Verfechter der verkürzten „Kapitalismuskritik“, auf die Seite der Ausgebeuteten stellen und gegen „böse“ Einzelkonzerne, wie z.B. McDonalds oder Adidas demonstrieren und diese boykottieren. Es wird strukturell antisemitisch gehandelt. Das der kleine Kiosk an der Ecke oder sogar der eigene Laden nach den gleichen Marktgesetzen handelt, wird dann wohl gerne vergessen .
Mitglieder: Google [Bot], mutwille, Ramsdahl1909