Die alte Medicin (Allöopathie), um Etwas im Allgemeinen über dieselbe zu sagen, setzt bei Behandlung der Krankheiten theils (nie vorhandne) Blut-Uebermenge (plethora), theils Krankheits-Stoffe und Schärfen voraus, läßt daher das Lebens-Blut abzapfen und bemüht sich die eingebildete Krankheits-Materie theils auszufegen, theils anderswohin zu leiten (durch Brechmittel, Abführungen, Speichelfluß, Schweiß und Harn treibende Mittel, Ziehpflaster, Vereiterungs-Mittel, Fontanelle, u.s.w.), in dem Wahne die Krankheit dadurch schwächen und materiell austilgen zu können, vermehrt aber dadurch die Leiden des Kranken und entzieht so, wie auch durch ihre Schmerzmittel, dem Organism die zum Heilen unentbehrlichen Kräfte und Nahrungs-Säfte.
Mit dieser (der Homöopathik) ist es ganz anders. Sie kann jeden Nachdenkenden leicht überzeugen, daß die Krankheiten der Menschen auf keinem Stoffe, keiner Schärfe, d.i. auf keiner Krankheits-Materie beruhen, sondern daß sie einzig geistartige (dynamische) Verstimmungen der geistartigen, den Körper des Menschen belebenden Kraft (des Lebensprincips, der Lebenskraft) sind.
[...] Als anschließend H. Rabe mit mir das Robert-Koch-Krankenhaus verließ, überraschte er mich mit der Bemerkung, er müsse jetzt dringend sehen, wie er die Prüfung sabotieren könne. Einen stichhaltigen Grund habe er zwar noch nicht gefunden, da alles ihm gegenüber so korrekt und und kollegial durchgeführt worden sei. Hoffentlich falle ihm noch etwas ein, sonst müsse er zum Gesundheitsführer Dr. Conti gehen und ihn dringen auffordern die Überprüfung der Homöopathie sofort abbrechen zu lassen, denn "Wir können das doch garnicht, was wir behaupten!".
[...] Er fuhr dann fort, daß es doch - heller Wahnsinn - von den Beauftragten des RGAs wäre "das ernst zunehmen, was die homöopathischen Ärzte, die doch nur kleine Praktiker wären, so sagen oder in ihren Zeitschriften veröffentlichten" und dies einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen...
[...] Auch über die vorgesehene Sepia-Überprüfung äußerte er sich eindeutig. Er meinte: "Was weiß denn unsereiner über Sepia ? Möglicherweise sind alle in den Arzneimittelehren gebrachten Sepiasymptome reine Phantasiegebilde ?"...
[...] Auf meinen Hinweis, wie er doch vor kurzem ausgeführt habe, wie nach Hochpotenzen dann die Symptome so wunderbar herauskommen, da antwortete er: "Aber so stellen wir Homöopathen uns doch die Dinge vor !" ...
Aus pharmazeutischer Sicht stellt ein kalter Ethanol-Wasser-Auszug (50% oder 1 : 1) die bevorzugte Herstellungsform dar, da hierbei sowohl wasser- als auch fettlösliche Bestandteile in die Flüssigphase überführt werden können.
illith hat geschrieben:hab mich neulich in der apotheke beraten lassen, um ersatz für meine nicht mehr hergestellte matmille-kamillencreme zu finden. die hat mir dann eine andere creme mitgegeben, die auch irgendwie kamille drin hat. zu hause hab ich dann erst gesehen, dass da auf der packung draufsteht, dass das ne homöopathische ist.
dürfen die einem was homöopathisches verkaufen, bzw. im fall von ärztInnen verschreiben, ohne darauf hinzuweisen, wenn man nicht explizit nach was entsprechendem gefragt hat?? das fänd ich irgendwie krass?!
und bei fraglicher creme frag ich mich zudem: da ist beim wirkstoff irgendwas im mg-bereich angegeben - das hört sich für mich jetzt nicht sehr "potentiert" an. ist das nun homöo oder nicht?
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