Glaube / Spiritualität

Politische Diskussionen ohne Tierrechtsbezug

Glaube / Spiritualität

Beitragvon kiara am 14. Mai 2010 11:17

Hallo Forum,

also, ich hab mal ne frage an euch ^_^
seid ihr in irgendeiner form spirituell / gläubig? (müssen nicht die klassiker sein (christentum, buddhismus etc)

Ich such im Moment nach irgendnem Konzept was mich irgendwie zufriedenstellt, finde aber irgendwie nicht so viel.

Christentum schließe ich aus, obwohl ich es in gewisser Hinsicht teilweise spannend finde. Ich kenne zwei Christen, deren innere Haltung mich sehr beeindruckt, und ich hätte gerne auch sowas, allerdings glaube ich kaum bzw. schließe es so ziemlich vollständig aus, dass es so etwas wie einen gerechten Gott gibt.
Buddhismus hat mich im Alltag jetzt auch nicht so überzeugt, meiner Meinung nach besteht das hauptsächlich aus dem Anbeten von bunten Bilderchen und dem runterbeten von tibetischen Liedern die man nicht versteht (zumindest war das in dem Zentrum so, wo ich war). Die Theorie finde ich aber meistens recht ansprechend.

Interessiert euch auch sowas oder hat euch mal beschäftigt?

LG Kiara

:wippe:
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Beitragvon sakai.av am 14. Mai 2010 13:52

Das hier fand ich nett:

You were on your way home when you died.
It was a car accident. Nothing particularly remarkable, but fatal nonetheless. You left behind a wife and two children. It was a painless death. The EMTs tried their best to save you, but to no avail. Your body was so utterly shattered you were better off, trust me.
And that’s when you met me.
“What… what happened?” You asked. “Where am I?”
“You died,” I said, matter-of-factly. No point in mincing words.
“There was a… a truck and it was skidding…”
“Yup,” I said.
“I… I died?”
“Yup. But don’t feel bad about it. Everyone dies,” I said...

Ist der Anfand von "The Egg":
http://imryanw.tumblr.com/post/362115206/the-egg-by-andy-weir
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Beitragvon Mäu am 14. Mai 2010 14:58

Der text ist echt ccol! Danke fürs Reinstellen!
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Beitragvon kirsche am 14. Mai 2010 15:36

ich glaube an den tod nach dem tod.
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Beitragvon SxEric am 14. Mai 2010 16:10

also ich für meinen teil praktiziere zeit seit etwas über einem jahr zazen in der soto schule.. unregelmäßig in verschiedenen dojo´s / zendos.. hab auch schon rinzai getestet und hatte nen kurzen aufenthalt in nem rinzaitempel (hat mir nicht so gefallen).. zuhause sitze ich täglich.. machmal auch mit freunden
ansonsten interessiere ich mich auch für buddhismus, daoismus und seit neuesten n bisschen für den islam.. aber als spirituelle würde ich das nicht bezeichnen.. das klingt immer so metaphysisch..esoterik mäßig.. und ich strebe keine erleuchtung oder sowas an.. ich will einfach ein zufriedenes leben im hier und jetzt führen..

Buddhismus hat mich im Alltag jetzt auch nicht so überzeugt, meiner Meinung nach besteht das hauptsächlich aus dem Anbeten von bunten Bilderchen und dem runterbeten von tibetischen Liedern die man nicht versteht


also ich kann nur soviel sagen, dass das im zen, so wie ich ihn kennen gelernt habe (soto) nicht so kennen.. da wird zwar auch rezitiert.. aber man beschränkt sich auf eine handvoll sutren.. im wesentlichen geht es um zazen, kinhin und die lehre des buddha (obwohl selbst die im zen nicht so wichtig ist)

als buchtipps empfehle ich: dharma punx und hardcore zen
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Beitragvon Vampy am 14. Mai 2010 16:46

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Beitragvon kiara am 15. Mai 2010 12:35

sakai.av hat geschrieben:Das hier fand ich nett: http://imryanw.tumblr.com/post/362115206/the-egg-by-andy-weir
Das fand ich toll. Danke fürs reinstellen!
Find ich schon mal sehr viel plausibler als das Christentum, allerdings
"The meaning of life, the reason I made this whole universe, is for you to mature."
Das finde ich so ähnlich wie im Christentum "Der Sinn des Lebens ist Gott / ein guter (Christ/Mensch) sein".
Warum soll das ein Sinn sein? Ich sehe es ein, dass man als Mensch, konfrontiert mit der Wahrheit des Guten und des Bösen, meistens strebt, das Gute als sinnvoll zu sehen, aber warum jemand, der das Universum erschafft, das Böse überhaupt kreiert, verstehe ich auch hier nicht. Wäre ich ein Gott, so würde ich das Leben vollkommen ohne Ungerechtigkeit und Leid erstellen.

kirsche hat geschrieben:ich glaube an den tod nach dem tod.
also du glaubst, es gibt nichts transzendentes à la Reinkarnation / Himmel/Hölle / ewige Jagdgründe?

SxEric hat geschrieben:also ich für meinen teil praktiziere zeit seit etwas über einem jahr zazen in der soto schule.. unregelmäßig in verschiedenen dojo´s / zendos.. hab auch schon rinzai getestet und hatte nen kurzen aufenthalt in nem rinzaitempel (hat mir nicht so gefallen).. zuhause sitze ich täglich.. machmal auch mit freunden
ansonsten interessiere ich mich auch für buddhismus, daoismus und seit neuesten n bisschen für den islam.. aber als spirituelle würde ich das nicht bezeichnen.. das klingt immer so metaphysisch..esoterik mäßig.. und ich strebe keine erleuchtung oder sowas an.. ich will einfach ein zufriedenes leben im hier und jetzt führen..
Also rein theoretisch könnte es auch etwas anderes als Buddhismus sein, solang es den gleichen Zweck erfüllt? Ja, das klingt plausibel. Buddhismus war mir schon relativ sympathisch, aber

SxEric hat geschrieben:
kiara hat geschrieben:Buddhismus hat mich im Alltag jetzt auch nicht so überzeugt, meiner Meinung nach besteht das hauptsächlich aus dem Anbeten von bunten Bilderchen und dem runterbeten von tibetischen Liedern die man nicht versteht
also ich kann nur soviel sagen, dass das im zen, so wie ich ihn kennen gelernt habe (soto) nicht so kennen.. da wird zwar auch rezitiert.. aber man beschränkt sich auf eine handvoll sutren.. im wesentlichen geht es um zazen, kinhin und die lehre des buddha (obwohl selbst die im zen nicht so wichtig ist)
ja, schade, ich glaub ich hab eine etwas langweilige gemeinde bei mir entdeckt. also da waren so um die 10-20 Leute, und ein Treffen bestand aus sich 1) auf ungemütliche Kissen setzen (verzeiht, aber ich finde auf dem Boden sitzen einfach extrem ungemütlich und verspanne mich da immer, weil mir alles weh tut) und dann 2) irgendwelche (gleichbleibenden) "meine kehle wird rot und die blaue kraft strömt in mein herz" runterleiern, dann 3) gesänge die ich nicht verstehe, da auf tibetisch, (was soll das für einen sinn haben??) undsoweiter.
jedenfalls irgendwelche rituale, die zwar ganz nett sind, aber nichts von dem was ich so erwarten würde: buddhismus im alltag - wie bin ich als mensch? wie suche ich nach erleuchtung, was bringt mir spiritualität? was bedeutet das ganze? was fühle ich, wenn ich "das blaue licht" spüre? NIX! nur langweiliges runtergeleier. da fand ich sogar christliche treffen spirituell anregender, obwohl es mich da auch nervt, dass sie (bei den treffen, die ich kenne) brett-vorm-kopf-mäßig NUR die bibel im kopf haben, und nicht links und nicht rechts gucken.

als buchtipps empfehle ich: dharma punx und hardcore zen
sind das sehr buddhismus-orientierte oder sind die "generell spirituell"?


Also ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema, da ich nach mehreren Krisen, die auch sehr stark Sinnlosigkeit beinhalteten, empfunden hab, dass mir da etwas fehlt. Ich hab mich mit Christentum und Buddhismus auseinandergesetzt, aber Christentum scheint mir von der Theorie allein schon sehr bizarr (Gott ist jähzornig und tötet willkürlich viele Menschen, Frauen sind unrein, Homosexualität ist krank, Jesus ist auferstanden, Gott ist der Sinn) und ähnliche Inhalte, die mir doch sehr merkwürdig vorkommen, und Buddhismus ist ganz nett, aber die Wiedergeburt als solches finde ich auch ähnlich bizarr, und das ist nun mal ein zentraler Teil davon (soweit ich das verstanden hab).

Inzwischen habe ich für mein Leben den "Sinn", dass ich mich und andere möglichst glücklich machen will und Leid vermeiden will. Ich glaube weder an Reinkarnation noch an den Himmel noch an einen Gott. Was mich allerdings irritiert, ist dass die meisten Menschen, die so etwas zu glauben scheinen, eine Art Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen und das Leben "ernst nehmen", während viele, die ich kenne, die das gleiche glauben wie ich (kein Gott/Himmel/Reinkarnation etc) oft eher zynisch / nicht so gelassen scheinen wie erstere. Kennt ihr sowas?
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Beitragvon Aves am 15. Mai 2010 13:30

Dein Leben hat keinen Sinn!

Es sei denn, du gibst ihm einen.
Fleisch ist ein minderwertiges Sojaersatzprodukt.
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Beitragvon SxEric am 15. Mai 2010 14:05

Also rein theoretisch könnte es auch etwas anderes als Buddhismus sein, solang es den gleichen Zweck erfüllt? Ja, das klingt plausibel. Buddhismus war mir schon relativ sympathisch, aber


rein theoretisch sind buddhismus, zen, daoismus, usw.. alles nur konzepte..und konzepte erfassen nie die ganze "wahrheit"
deswegen versucht man im zen auch buddhismus als konzept, auch zen als konzept loszulassen.. es ist nur eine richtschnur.. eine möglichkeit.. im zen sagt man auch: wenn du buddha findest, erschlag ihn..

1) auf ungemütliche Kissen setzen


genau darum geht es im zen.. zazen = sitz-"meditation".. stilles sitzen.. bei uns sind das 2x 40 minuten mit halboffenen augen vor einer wand.. die wirbelsäule möglichst gerade.. der nacken gestreckt und man konzentriert sich auf den atem.. das ist, vor allem anfangs, ziemlich schmerzhaft (teilweise geht man da sehr nah an seine grenzen..), langweilig, frustrierend.. aber irgendwann bemerkt man dann, welche klarheit die stille bringen kann.. das ist eine ruhe- und kraftpol.. zwischen anspannung und entspannung.. (meiner meinung nach, kaum in worte zu fassen)

2) irgendwelche (gleichbleibenden) "meine kehle wird rot und die blaue kraft strömt in mein herz" runterleiern

das sind meistens sutren, gelöbsnise.. alle lebewesen erretten.. usw.. ich rezitiere auch nicht sehr gerne.. aber wenn du mit voller konzentration rezitierst.. wirst du merken, dass sich gedanken einfach lösen und verschwinden..

gesänge die ich nicht verstehe, da auf tibetisch

als ich mit zazen angefangen habe, wollte ich wissen, was das hannya shingyo (sutra der höchstes weisheit) auf deutsch bedeutet.. aber man sagte mir, das wäre nicht so wichtig.. und das isses, glaube ich, wirklich nicht.. ich kenne mich aber bei den tibetern auch nicht so aus..

jedenfalls irgendwelche rituale, die zwar ganz nett sind, aber nichts von dem was ich so erwarten würde

das problem lag also nicht be der gruppe, sondern bei deinen erwartungen und falschen vorstellungen ;)

davon abgesehen, mag ich die meisten rituale (niederwerfungen, usw) auch nicht wirklich.. das einzige was ich nachvollziehen kann, sind verbeugung (gassho).. aber es gehört hat im dojo dazu.. (so wie man in der kirche die mütze absetzt) und deswegen akzeptier ich es einfach.. im gegenzug dazu, muss ich nicht alleine sitzen und bekomme tipps vom lehrer/meister..


was fühle ich, wenn ich "das blaue licht" spüre? NIX!


das war für mich das sympathische am zen.. das man sich nicht irgendwelche lichter vorstellt.. oder gebete sinnlos runterrattert, oder an irgendwelche buddhas glaubt die einen retten.. sondern das man zur klarheit findet, über das sitzen.. über die eigene anstrengung.. die eigenen achtsamkeit.. sich mit sich selbst auseinander setzen müssen.. usw.. ohne buntes drum herum..


trotz allem, lehne ich religionen ab..

sind das sehr buddhismus-orientierte oder sind die "generell spirituell"?

naja.. wie der name sagt.. sind eher "spirituell" mit bezug auf buddhismus / zen /den dharma.
aber halt von leuten, die das ganze weniger dogmatisch sehen.. dharma punx sind menschen aus der punk und hardcore szene..

Also ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema, da ich nach mehreren Krisen, die auch sehr stark Sinnlosigkeit beinhalteten, empfunden hab, dass mir da etwas fehlt.

jup.. so ging es mir auch mein leben lang.. und so geht es mir oft immernoch.. ich hatte jahre lang depressionen..
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Beitragvon kiara am 15. Mai 2010 15:04

Aves hat geschrieben:Dein Leben hat keinen Sinn!
Nja, aber beim Spruch "(Das) Leben hat keinen Sinn" - kenn ich die gar nicht so dumme Antwort: im Vergleich zu was denn? :)

Es sei denn, du gibst ihm einen.
Joah, so ungefähr sehe ich das auch, aber so ganz zufrieden stellt es mich noch nicht, weil es mir zu allgemein als Aussage ist.


SxEric hat geschrieben:rein theoretisch sind buddhismus, zen, daoismus, usw.. alles nur konzepte..und konzepte erfassen nie die ganze "wahrheit"
ja, seh ich ganz genauso

deswegen versucht man im zen auch buddhismus als konzept, auch zen als konzept loszulassen.. es ist nur eine richtschnur.. eine möglichkeit.. im zen sagt man auch: wenn du buddha findest, erschlag ihn..
ja, ähnliches hatte ich auch vernommen und es war mir sehr sympathisch als gedanke... ich mag keine "wahrheiten" à la "der einzige gott ist x und y ist sein z"

1) auf ungemütliche Kissen setzen
genau darum geht es im zen.. zazen = sitz-"meditation".. stilles sitzen.. bei uns sind das 2x 40 minuten mit halboffenen augen vor einer wand.. die wirbelsäule möglichst gerade.. der nacken gestreckt und man konzentriert sich auf den atem.. das ist, vor allem anfangs, ziemlich schmerzhaft (teilweise geht man da sehr nah an seine grenzen..), langweilig, frustrierend.. aber irgendwann bemerkt man dann, welche klarheit die stille bringen kann.. das ist eine ruhe- und kraftpol.. zwischen anspannung und entspannung.. (meiner meinung nach, kaum in worte zu fassen)
so n art flow-zustand des eigenen bewusstseins? also so etwas kenne ich, wenn ich klavier spiele... oder wenn ich angeregte gespräche führe... die sache ist, ich bin so n kopfmensch. ich vertraue nicht, wenn ich nicht weiß, was für einen sinn das haben soll. ist etwas irritierend gelegentlich, aber so bin ich einfach, glaube ich. meine frage wäre da: was bringt das, sich in so einen zustand zu begeben? klavier: bringt mich meinen emotionen näher/hilft, mich zu spüren, das leben zu spüren; gespräche: bringt ordnung, ruhe, einsicht, verstehen, klarheit (wenn sie konstruktiv verlaufen). also was bringt meditieren?

2) irgendwelche (gleichbleibenden) "meine kehle wird rot und die blaue kraft strömt in mein herz" runterleiern
das sind meistens sutren, gelöbsnise.. alle lebewesen erretten.. usw.. ich rezitiere auch nicht sehr gerne.. aber wenn du mit voller konzentration rezitierst.. wirst du merken, dass sich gedanken einfach lösen und verschwinden..
hmm. und wieder, was soll das bringen? die sache ist, mir scheint das (in der form, wie ichs erlebt hab) manchmal etwas dogmatisch - es sind immer (!) die gleichen 4 gedichte, die rezitiert werden, das frustriert mich und langweilt mich. alle anderen aktivitäten, in denen ich mich "spirituell" oder ähnlich fühle (also im flow-zustand oder so...) - klavier, töpfern, gespräche - lassen mich etwas neues erleben, es gibt neue impulse...

gesänge die ich nicht verstehe, da auf tibetisch
als ich mit zazen angefangen habe, wollte ich wissen, was das hannya shingyo (sutra der höchstes weisheit) auf deutsch bedeutet.. aber man sagte mir, das wäre nicht so wichtig.. und das isses, glaube ich, wirklich nicht.. ich kenne mich aber bei den tibetern auch nicht so aus..
also musik / gesang ist für mich harmonie von tönen und wörtern. wenn das ein eintöniges geleier ist (bei uns bestand das "lied" aus 2 tönen, ein ton auseinander), dann fällt es meinem ohr schwer, das zu genießen bzw. dann ist es nicht wirklcih musik für mich. oder versteh ich an dem konzept was falsch?

jedenfalls irgendwelche rituale, die zwar ganz nett sind, aber nichts von dem was ich so erwarten würde
das problem lag also nicht be der gruppe, sondern bei deinen erwartungen und falschen vorstellungen ;)
vielleicht :)
die sache ist: ich bin neugierig. was bedeutet das? warum machen die das? Wenn ich Klavier spiele, ist es natürlich nicht in Worte zu fassen - Musik als solches ist so komplex, dass die Konzepte davon nur sehr mager sind im Vergleich zu dem, was es eigentlich ist - aber trotzdem will ich wissen, was das bringt, warum man was macht. ich mache leute regelmäßig wahnsinnig mit meinem gefrage, aber ich kann nicht anders, als das mit meinem bewusstsein udn denken auch zu "empfinden". vorwürfe, ich sei "verkopft", höre ich nicht gerne, da das meine natur ist und ich nicht sehe, warum ich etwas an meiner natur ändern soll... weißt du, was ich meine? also ich kann mir durchaus vorstellen, dass da was ist, was ich noch nicht entdeckt hab, aber wenn die eine ebene, die ich auch so brauche, die des analysierens, bei der gruppe kaum vorhanden ist (keiner hinterfragt, was gemacht ist, oder wenn, dann nur sehr oberflächlich), dann fehlt mir da sehr stark etwas und ich kann mich nicht wirklcih drauf einlassen...

das war für mich das sympathische am zen.. das man sich nicht irgendwelche lichter vorstellt.. oder gebete sinnlos runterrattert, oder an irgendwelche buddhas glaubt die einen retten.. sondern das man zur klarheit findet, über das sitzen.. über die eigene anstrengung.. die eigenen achtsamkeit.. sich mit sich selbst auseinander setzen müssen.. usw.. ohne buntes drum herum..
ich glaube, in meiner stadt gibt es auch eine zen-gruppe. ich muss mich nochmal umschauen...

trotz allem, lehne ich religionen ab..
hast du dich auch schonmal mit christentum etc auseinandergesetzt, bevor du "zum buddhismus" kamst?

SxEric hat geschrieben:
kiara hat geschrieben:Also ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema, da ich nach mehreren Krisen, die auch sehr stark Sinnlosigkeit beinhalteten, empfunden hab, dass mir da etwas fehlt.
jup.. so ging es mir auch mein leben lang.. und so geht es mir oft immernoch.. ich hatte jahre lang depressionen..
ja, das war / ist auch mein problem - teilweise auch biologisch, aber größtenteils eben eine krankmachende einstellung zum leben, war/ist das bei mir, glaub ich. mit meiner seele nicht gut umgehen. ich sehe "tagebuch schreiben und versuchen, zu verstehen, was mich bekümmert" auch fast als "spirituell" an, weil es beinhaltet, dass ich die bindung /das vertrauen zu mir selbst stärke, indem ich verlässlich bin in der hinsicht, dass ich mich um meine probleme kümmere und den schmerz / das verdrängen (depression) ernstnehme und verstehe, was für kummer/sorgen ich hab.

ich bin mir nicht sicher, inwiefern das mit spiritualität zu tun hat, aber ich glaube, die beiden sind eng verknüpft. das eigene menschliche erleben, das eigene bewusstsein, ist m.M.n. etwas, was gar nicht von spiritualität zu trennen ist. insofern, wenn das menschliche erleben krankt (=depression), liegt es nahe, sich damit zu beschäftigen (=spiritualität).
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