Glaube / Spiritualität

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Re: Glaube / Spiritualität

Beitragvon illith am 19. Mai 2010 18:43

@akayi:
bei mir kommt dein Ansatz so an: die wissenschaft kann jede Frage erklären. wird eine Frage gestellt,die nicht von der Wissenschaft erklärt werden kann, liegt das daran, dass die Frage nicht valide ist. :kopfkratz:

dieses "kiara an Erde" klingt für mich btw ziemlich arrogant.
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Re: Glaube / Spiritualität

Beitragvon Akayi am 19. Mai 2010 21:05

Nein, so ist das nicht. Bestimmte Fragen können derzeit einfach nicht geklärt werden, darunter sehr alltägliche Phänomene wie Grundlagen der Lasertechnologie. Sie funktionieren trotzdem. Nun ist nicht die Frage nach diesem Aspekt irrational, sondern der Versuch daraus einen Gottesbeweis oder den Beweis etwas Übernatürlichen abzuleiten. Und das meine ich macht Kiara hier. Noch dazu, dass sie plausible Erklärungen außen vor lässt damit die ganze Kiste überhaupt hinhaut. Damit wird das ganze bereits vorsätzlich.

Ich z.B. empfinde Kiaras Haltung als ganz schön arrogant, gegenüber mir und gegenüber den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die ich vermittelt habe. Das liegt im Endeffekt wohl daran, wie wir uns inhaltlich zu der Frage positionieren.
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Re: Glaube / Spiritualität

Beitragvon illith am 19. Mai 2010 22:00

ein "erde an kiara" ist für mich aber ziemlich ad personam, was mir umgekehrt kiara dir gegenüber nicht aufgefallen wäre. aber naja, vlt hast dus ja auch nicht so gemeint, wies bei mir angekommen ist
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Re: Glaube / Spiritualität

Beitragvon Akayi am 19. Mai 2010 22:24

Das sollte vor allem ad irrationalem sein!
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Beitragvon kiara am 20. Mai 2010 18:02

Akayi hat geschrieben:Nein, so ist das nicht. Bestimmte Fragen können derzeit einfach nicht geklärt werden, darunter sehr alltägliche Phänomene wie Grundlagen der Lasertechnologie. Sie funktionieren trotzdem. Nun ist nicht die Frage nach diesem Aspekt irrational, sondern der Versuch daraus einen Gottesbeweis oder den Beweis etwas Übernatürlichen abzuleiten.
Nee, also das würde ich nicht so sagen. Das machen viele so, aber ich würde das nicht so sehen. Wenn ich sage, dass die frage nach dem "warum bin ich ich" (noch) nicht zu beantworten ist, halte ich die aussage "deswegen muss es gott geben" oder "deswegen gibt es überirdisches" nun wirklich nicht für eine naheliegende konsequenz davon.

Und das meine ich macht Kiara hier.
ah, da haben wir unser missverständnis ;)

Noch dazu, dass sie plausible Erklärungen außen vor lässt damit die ganze Kiste überhaupt hinhaut. Damit wird das ganze bereits vorsätzlich.
Nein, ehrlich, vorsätzlich ist da nix, aber ich weiß jetzt nicht welche Erklärungen genau du meinst?

Ich z.B. empfinde Kiaras Haltung als ganz schön arrogant, gegenüber mir und gegenüber den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die ich vermittelt habe. Das liegt im Endeffekt wohl daran, wie wir uns inhaltlich zu der Frage positionieren.
Also ich weiß nicht, arrogant? Ich bin mir meiner eigenen Meinung doch nicht mal sicher. Ich habe eher den Eindruck, wir reden teilweise aneinander vorbei, außer bei deiner Behauptung, dass das Bewusstsein kein wissenschaftliches Rätsel ist, wo ich dir entschieden wiedersprechen würde.

Ich hab auch noch nicht ganz das Gefühl, dass du auf meine letzten Fragen eingegangen bist. Da würde mich aber noch deine Meinung dazu interessieren :)
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Re: Glaube / Spiritualität

Beitragvon pünktchen.av am 21. Mai 2010 08:27

das bewusstsein ist nur dann ein wissenschaftliches rätsel, wenn man apriori von seiner existenz ausgeht und sich darunter irgendwas eigenständiges, die materie transzendierendes wie die christliche seele vorstellt. wenn man "bewusstsein" hingegen schlicht als die innenperspektive deiner nervenzellen sieht, wüsste ich nicht, was es da gross prinzipiell herumzurätseln gäbe.

die wikipedia sieht die ganze philosophie des geistes daher als theoriegeschichte des leib/seele-problems, und das besteht für naturalisten schlicht nicht, weil ihr weltbild ohne seele auskommt: http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie_des_Geistes
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Re: Glaube / Spiritualität

Beitragvon kiara am 21. Mai 2010 20:13

hm. ich verstehe nicht ganz, wie man nicht a priori von seiner existenz ausgehen kann.

Hat nicht zb. schon dieser satz "wenn man apriori von seiner existenz ausgeht" die Vorbedingung, dass es das Bewusstsein gibt, weil irgendwas ja von der Existenz bzw. Nichtexistenz des Bewusstseins ausgehen muss?

wenn man "bewusstsein" hingegen schlicht als die innenperspektive deiner nervenzellen sieht, wüsste ich nicht, was es da gross prinzipiell herumzurätseln gäbe.
verzeihe die doofe frage, aber was ist denn die innenperspektive meiner nervenzellen? so ganz verstehe ich nicht, was du mit dem satz meinst.

und naturalisten haben das qualia-problem und diese ganzen sachen.
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Beitragvon pünktchen.av am 22. Mai 2010 08:22

kiara hat geschrieben:hm. ich verstehe nicht ganz, wie man nicht a priori von seiner existenz ausgehen kann.

Hat nicht zb. schon dieser satz "wenn man apriori von seiner existenz ausgeht" die Vorbedingung, dass es das Bewusstsein gibt, weil irgendwas ja von der Existenz bzw. Nichtexistenz des Bewusstseins ausgehen muss?


irgendwas ≠ das bewusstsein. irgendwas ist sich dessen bewusst. sich etwas bewusst sein ist aber nicht gleichbedeutend mit der existenz von dem bewusstsein. bewusstsein ist eine abstraktion (genauso wie "ich" als bezeichnung des eigenen bewusstseins), und kann als solches genauso wenig existieren wie "das gute" oder "das schöne" oder "das wahre".

kiara hat geschrieben:
wenn man "bewusstsein" hingegen schlicht als die innenperspektive deiner nervenzellen sieht, wüsste ich nicht, was es da gross prinzipiell herumzurätseln gäbe.
verzeihe die doofe frage, aber was ist denn die innenperspektive meiner nervenzellen? so ganz verstehe ich nicht, was du mit dem satz meinst.

und naturalisten haben das qualia-problem und diese ganzen sachen.


das qualia-problem ist ein scheinproblem, welches sich daraus ergibt, dass menschen nicht akzeptieren können, dass ihr bewusstsein eben nicht existiert, sie nicht nur keine unsterbliche, sondern gar keine seele haben. es gibt kein "bewusstsein", es gibt nur "sich bewusstsein" als zustand. den kann man untersuchen und mehr oder weniger gut erklären. nach dem was wir wissen handelt es sich wohl um die verarbeitung von reizen einer hirnregion durch eine andere. das was du subjektiv als dein bewusstsein empfindest, ist also die (kombinierte) innenperspektive deiner nervernzellen. ein grundsätzliches philosophisches problem sehe ich da nicht.

ein (vielleicht etwas schiefes) beispiel: du kuckst in den spiegel und siehst dich. dein körper existiert, ebenso der spiegel. existiert auch das spiegelbild? wenn ja, wo?
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Beitragvon Zageism am 22. Jul 2010 17:19

kiara hat geschrieben:Warum zwei Menschen unterschiedlich sind, ist mir klar - andere Gene / Umwelt. Easy.

Damit hast du dir deine andere Frage im Prinzip auch schon selbst beantwortet und benötigst keine Fiktion des Übernatürlichen.

Ich für meinen Teil glaube an garnichts, sondern möchte gefälligst Beweise für etwas sehen, insb. wenn aufgrund dessen verbindliche Regeln für alle geschaffen werden. Religionen können die nicht liefern (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weil ihr Inhalt fiktiv ist).
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Beitragvon tentakel am 23. Jul 2010 09:02

Religionen o. ä. interessieren mich nur dahin gehend, dass im Namen derer schon sehr viel Leid auf dieser Erde verbreitet wurde.
Die ewige Frage, welcher "Gott" denn nun der "wahre" ist, das Für und Wider sind nicht mein Thema.
Mein Leben spielt sich auf dieser Erde ab, ich beobachte sie, die Natur, die Individuen, die hier unterwegs sind. Ich bin fasziniert
von der Perfektion der Natur, den Pflanzen und Tieren... alles kleine und große Wunderwerke, die funktionieren.
Ich möchte allen Lebewesen mit Ehrfurcht begegnen, voraussichtig in meinem Verhalten sein,
meinen Weg finden und gehen, Menschen und Liebe begegnen, glückliche Momente erleben,
Fehler machen und daraus lernen,
Leben und leben lassen... :*:


p. s. natürlich immer nach dem Motto: Jedem seine eigene Ansicht...
nichts auf der welt ist so stark wie eine idee, deren zeit gekommen ist. (victor hugo)
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