von kiara am 20. Aug 2010 08:17
Diabetes heißt, dass die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend oder nicht mehr funktioniert. Man kann das auf sehr unterschiedliche Art bekommen, die bekanntesten sind Diabetes I und Diabetes II.
Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin und Glucagon, Insulin "verdaut" gewissermaßen Kohlenhydrate und Zucker (sehr simpel ausgedrückt). Wenn sie nicht mehr funktioniert, muss also Insulin gespritzt werden.
Diabetes I ist eine Autoimmunerkrankung und der Körper greift die eigene Bauchspeicheldrüse an, weil er glaubt, das seien feindliche Zellen. Das kann man aus heiterem Himmel bekommen, also man ist sonst kerngesund. Möglicherweise bekommt man solche Autoimmunerkrankungen sogar überdurchschnittlich häufig, wenn man besonders gesund lebt, da das Immunsystem dann übereifrig wird.
Diabetes II bekommt man durch ungesunde Ernährung (viel Kohlenhydrate auf einmal, insbesondere Zucker). Der Körper wandelt Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate zu Zucker um, der dann in die Zellen kommt. Wenn z.B. Fett zu Zucker umgewandelt wird, macht der Körper das nach und nach, "in aller Ruhe", und der Insulinspiegel bleibt gleich. Auch, wenn man z.B. Vollkornbrot isst: da das nur langsam zu Zucker zu verarbeiten ist, schwankt der Insulinspiegel nicht groß. Was anderes ist bei Bonbons: der Körper nimmt viel Zucker wahr, schüttet eine Tonne Insulin aus (zu viel Insulin), danach ist der ganze Zucker "verdaut" und man hat einen niedrigen Blutzucker und viel zu viel Insulin übrig, das merkt der Körper, und kriegt großen Hunger. (deswegen machen bonbons und zuckerhaltige Sachen hungrig.)
Diese Blutzuckerschwankungen führen dazu, dass soviel Insulin ausgeschüttet wird, dass die Bauchspeicheldrüse irgendwann nicht mehr geht. Dann muss Insulin gespritzt werden.
Deswegen heißt er auch "Altersdiabetes": ein Leben lang viele Kohlenhydrate, insbesondere viel Zucker führt dann letztendlich dazu, dass im Alter die Bauchspeicheldrüse nicht mehr funktioniert. Aber man "schafft" es auch jünger, wenn man entsprechend futtert.